Dec 12, 2017

creACTiv für Klimagerechtigkeit – Besuch aus Uganda in der "Bistro-Klasse"

“Moin Moin, alles gut? Ki kati? How are you?” In drei Sprachen und mit einem fröhlichen Lachen begrüßt Denis Lewis Bukenya die etwas verdutzten Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b. Der 33jährige Sozialarbeiter, der – wie er grinsend sagt – ein ganzes Land in seinem Namen trägt, kommt aus der Millionenstadt Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Dort ist er u.a. als Administrator und Projektmanager für die Sosolya Ungudu Dance Academy (SUDA) tätig, einer Einrichtung, in der professionelle Künstler*innen Jugendliche in traditioneller afrikanischer Musik, Tanz und Schauspiel unterrichten und ihre speziellen Talente fördern.

Die Akademie wurde in unmittelbarer Nähe zum Slum von Kampala etabliert, um vor allem ausgeschlossene und sozial benachteiligte Kinder zu erreichen und ihre Lust am Leben wieder zu erwecken. Zudem zahlt SUDA für viele Kinder das Schulgeld, kümmert sich um ihre medizinische Versorgung und organisiert Bildungs- und Freizeitange-bote für Kinder, die in den Slums leben. SUDA setzt sich für ein Leben in Frieden und kultureller Vielfalt ein und möchte durch Tanz und Musik Respekt und Verständnis zwischen den verschiedenen Kulturen fördern.

Und deshalb ist Denis nun nach Bergedorf gekommen – er ist das erste Mal in Deutschland, war aber vorher schon in Schweden, Kanada u.a. Ländern der Erde. Sein Besuch an der Stadtteilschule Bergedorf ist Teil des Projektes „creactiv für Klimagerechtigkeit“, das von dem Hamburger Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH initiiert wurde und im Rahmen der jährlichen KinderKulturKarawane (http://kinderkulturkarawane.de/wp/) stattfindet.

Tanzworkshop mit Denis Bukenya

Die Stadtteilschule Bergedorf mit ihrer „Bistro-Klasse“ ist in diesem Jahr das erste Mal dabei. Im Unterricht haben sie sich gut auf seinen Besuch vorbereitet. Zum Projektstart wurde die Expertin Ulrike Eder von der Infostelle Klimagerechtigkeit (https://www.klimagerechtigkeit.de/) zu einem Workshop über Klimawandel und Klimagerechtigkeit in die Klasse eingeladen. Nicht nur faktisch arbeitete sie mit ihnen, sondern näherte sich auf eine spielerische Art und Weise. Es wurden verschiedene Stationen aufgebaut, bei denen die Schüler*innen unterschiedliche Aufgaben bearbeiteten. Unter anderem symbolisierten Quader die CO² Emissionen pro Kilogramm verschiedener Lebensmittel und die Schüler*innen mussten die verschiedenen Lebensmittel (Banane, Brötchen, Karotte, Würstchen etc.) den Emissionsmengen zuordnen. Im Theaterkurs lernten sie zudem Übungen zur persönlichen Selbstdarstellung, im Englischunterricht erarbeiteten sie kleine englischsprachige Präsentationen über Hamburg und vom Ökomarkt Hamburg e.V. erfuhren sie in einem Kochworkshop, was es mit einem „klimafreundlichen“ Menu auf sich hat und wie das schmeckt.

Nun ist Denis da, um den Besuch der jungen Künstler*innen von der Dance Academy mit den Schüler*innen vorzubereiten, ihnen sein Land und sein Projekt vorzustellen, über die Folgen des Klimawandels zu diskutieren und erste Theater- und Tanzübungen mit ihnen zu machen. Denn im September, wenn die junge Gäste aus Uganda für eine Woche zu Besuch an der Schule sind und in den Familien der Schüler*innen untergebracht sein werden, sollen die Jugendliche gemeinsam kreative Ausdrucksformen entwickeln, um Aspekte der Klimagerechtigkeit, die ihnen wichtig erscheinen, zu bearbeiten und zu präsentieren.
Auch ein paar Hausaufgaben bekommen sie (und ihre Lehrer*innen) von Denis bis dahin aufgetragen….

Stadtteilschule Bergedorf
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg, Germany

Schulbüro: 040 428925–01

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